Müller-Thurgau

Müller-Thurgau

Die Rebsorte Müller-Thurgau ist eine der frühesten Rebenneuzüchtungen aus Deutschland und bis dato mit Abstand die erfolgreichste weltweit. Zudem ist sie ein Lehrbeispiel der modernen Analysetechniken. Ihr Züchter,  Prof. Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau, war davon ausgegangen, im Jahr 1882 die Sorten Riesling und Silvaner miteinander gekreuzt zu haben. 1998 erbrachte eine Erbgutanalyse jedoch das Ergebnis, dass die Vatersorte nicht Silvaner, sondern Madeleine royal, eine französische Tafeltraube, ist. Vermutlich stand im Müller´schem Zuchtquartier auch ein Rebstock Madeleine royal und eine zufällige Bestäubung durchkreuzten wortwörtlich die eigentlichen Absichten des Züchters. In ihrer Hochzeit, den 1980er Jahren, war mehr als ein Viertel der gesamten deutschen Rebfläche mit Müller-Thurgau bestockt. Noch heute ist sie nach Riesling die meistangebaute Weißweinsorte. Auch als Exportschlager fand Müller-Thurgau weltweit Verbreitung. Der Erfolg der Sorte begründet sich in ihren guten Eigenschaften. So erbringt sie sichere Erträge, eignet sich auch für ungünstige Lagen, einzig strenge Winterfröste machen ihr zu schaffen. Die Weine, auch als Rivaner bekannt, sind fruchtig und leicht zu trinken.

 
 
 
 

Informationen

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